Buchrezension: Colleen Oakley - Die kuriosen Symptome der Liebe




Zum Inhalt:

"Jubilee Jenkins hat das Haus seit neun Jahren nicht mehr verlassen. Sie leidet an einer sehr seltenen Krankheit – einer Allergie gegen Menschen. Nach einem beinahe tödlichen Kuss hat sie sich mit ihren zahllosen Büchern zurückgezogen. Als ihre Mutter jedoch überraschend stirbt, muss Jubilee sich wohl oder übel der Außenwelt stellen. Sie findet in der örtlichen Bibliothek nicht nur einen Job, sondern auch eine zweite Heimat und echte Freunde. Und als sie dem charmanten Eric und seinem eigensinnigen Adoptivsohn Aja begegnet, verspürt Jubilee zum ersten Mal wieder den Wunsch, jemandem wirklich nahezukommen. Doch die Berührung eines Menschen kann sie das Leben kosten ..."

Meine Meinung: 

Wie ihr sehen könnt, lese ich teilweise meine Bücher auf meinem iPad mini. Durch mein Abonnement der App Skoobe kann ich gegen einen geringen Beitrag pro Monat ebooks digital lesen.
Selbstverständlich macht es mir mehr Freude, den Geruch von Buchseiten zu schnuppern, dennoch möchte ich mein iPad auf Reisen sowie in meinen Mittagspausen nicht mehr missen.

Nun aber zum eigentlichen Thema des Romans:
Erst einmal hat mich das Thema dieses Buches sehr interessiert. Natürlich ist die Krankheit gegen Menschen allergisch zu sein rein fiktiver Natur. Diesen Hinweis findet man nochmal ausdrücklich am Ende der Geschichte. Jedoch gibt es ähnliche Krankheiten, welche bei den kleinsten Ausrutschern für die Person ebenso tödlich enden wie möglicherweise für unsere Heldin Jubilee Jenkins.

Dass sich diese junge Frau wegen ihrer Krankheit ca. 9 Jahre nicht ein einziges Mal vor die Tür gewagt habe finde ich ebenso erschreckend wie spannend. Mich hat es sehr erstaunt, welche Dinge man von zuhause erledigen kann, ohne jemals einen Schritt aus der eigenen Haustür wagen zu müssen.

Als ihr dennoch irgendwann das Geld ausgeht bleibt ihr keine andere Möglichkeit über, und sie nimmt einen Job in der ortsansässigen Bibliothek an und kommt dadurch in Kontakt mit dem charmanten Eric und seinem überaus vorwitzigen Adoptivsohn Aja. Mir waren beide Protagonisten von Anbeginn der Geschichte so sympathisch, dass es sich beim Lesen für mich so angefühlt hat, als würde ich die Geschichte zweier guter Freunde von mir mitverfolgen. Aja ist mir ebenfalls sehr ins Herz gewachsen. Mit seinen 10 Jahren ist er schon besonders intelligent, aber mindestens genauso liebevoll und witzig.

Es hat mein Herz so sehr mit Liebe erfüllt, wie Eric Jubilee nicht wegen ihres merkwürdigen Verhaltens in der Kennenlernphase verurteilt hat, obwohl sie bei jeder Begegnung Handschuhe trug, da jede Berührung mit einer anderen Person nicht gut für sie ausgehen könnte. 
Als er jedoch im Verlauf der Geschichte ihr kleines Geheimnis lüftet, behandelt er sie dennoch mit Respekt und behandelt sie liebevoll. 
Mir hat die Stelle besonders gefallen, als Eric sie in eine Decke wickelt und sie somit herzlich umarmen kann, damit er ihre Haut nicht berührt. Diese kleinen Gesten im Buch haben so ein Wohlgefühl in mir ausgelöst, dass es möglicherweise auch wirklich betroffenen Personen im echten Leben Mut macht, das Leben genauso zu erleben wie Andere auch, wenn auch mit kleinen Hürden.

Ob Jubilee Jenkins es schafft ihre Krankheit zu überwinden und wie sich die Beziehung zwischen ihr und Eric entwickelt, dürft ihr gerne selber nachlesen! 😊

Den Verlag Wunderraum  kannte ich bis dato nicht. Nach diesem lohnenswerten Buch habe ich mir ihr Programm allerdings einmal genauer angeschaut. Sie veröffentlichen pro Jahr nur 10-12 Bücher. Dies mag für einen Buchverlag zwar wenig erscheinen, dennoch stecken sie so viel Liebe und Herzblut in ihre Publikationen und unterstützen die Schriftsteller bei ihren Werken, sodass diese einen Wiedererkennungswert besitzen und sie einzigartig gestalten.

Da ich von diesem Buch restlos begeistert war, möchte ich gerne in Zukunft mehr Bücher von Wunderraum lesen!

Meine Bewertung:

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